Der Langener Mühlenweg, der im vergangenen Jahr auf Initiative der Heimatkundigen im VVV entstand ,…

Museum im Alten Rathaus öffnet wieder regelmäßig
Das Alte Rathaus in Langen am Wilhelm-Leuschner-Platz ist ein echter Hingucker mit seinen charakteristischen Rundbogenfenstern. Nachdem der klassizistische Bau 1826 fertiggestellt war, residierte der größte Teil der Stadtverwaltung hier, bis die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 1973 mit Sack und Pack ins neu errichtete Rathaus an der Südlichen Ringstraße zogen.
Anfang der achtziger Jahre wurde das Langener Heimatmuseum mit seiner stadtgeschichtlichen Sammlung im Alten Rathaus untergebracht. Seit 2012 wurde die Einrichtung mit dem imposanten Saal im Obergeschoss allerdings nur noch zu Veranstaltungen der Volkshochschule, für Trauungen durch das Standesamt und für Sonderführungen durch die Heimatkundigen des Verkehrs- und Verschönerungsvereins (VVV) geöffnet. Die Öffnung des Museums zu festen Besuchszeiten fiel Sparmaßnahmen der Stadt zum Opfer und musste eingestellt werden.
Gabriele Klein, Lokalhistorikerin, Familienforscherin und eine der Heimatkundigen im VVV, möchte das nun ändern. Bis zu den Sommerferien öffnet sie das Stadtmuseum künftig immer am letzten Sonntag im Monat für Besucherinnen und Besucher und beantwortet vor Ort Fragen zur Ausstellung. Alles mit dem Segen der Stadt, die den Bau zur Verfügung stellt und Unterstützung der vhs Langen, die die Öffnungen organisiert.
Wer sich im Museum umschaut, erfährt viel über die Entwicklung Langens von der Vor- und Frühgeschichte bis zum 20. Jahrhundert. Kunstliebhaber freuen sich über die große Sammlung von Bildern des 1938 verstorbenen Landschaftsmalers Hermann Bahner, der einst im “Bügeleisenhaus” (Bahnstraße 86) lebte.
Im Erdgeschoss befinden sich zudem eine alte Amtsstube, ein Biedermeierzimmer, Einrichtungsgegenstände aus dem früheren Gasthaus zum Deutschen Haus, Inventar aus einem Kaufmannsladen und das Ebbelwoi-Zimmer, das einer Gaststube nachempfunden ist. Im ersten Stock widmet sich je ein Raum dem Schloss Wolfsgarten, der Jagd und der Kirchengeschichte. Im Keller wurde eine einstige Arrestzelle zu einem Gedenkraum umgestaltet. Mehrere Tafeln erinnern an die Schrecken der nationalsozialistischen Vergangenheit, die sich auch konkret an diesem Ort ereignet haben.
Los geht es mit den Sonntagsöffnungen am 29. März. Weitere Gelegenheiten zum Besuch gibt es am 26. April, 31. Mai und 28. Juni. Das Museum im Alten Rathaus, dass jüngst sein 200-jähriges Jubiläum feierte, ist dann jeweils von 14 bis 17 Uhr zugänglich.

