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Pressemitteilungen > Ret­tung fürs Klein­od der Ko­ber­stadt

12.04.2020

VVV lässt Lud­wigs­brünn­chen und Ge­län­de drum­her­um
sa­nie­ren und re­na­tu­rie­ren

Das Lud­wigs­brünn­chen ist ein eben­so be­kann­tes wie be­lieb­tes Aus­flugs­ziel in der Lan­ge­ner Ko­ber­stadt – aber es ist lei­der ge­wal­tig in die Jah­re ge­kom­men und sieht ak­tu­ell al­les an­de­re als ein­la­dend aus. Der Ver­kehrs- und Ver­schö­ne­rungs­ver­ein (VVV) will Ab­hil­fe schaf­fen und hat die über­fäl­li­ge Sa­nie­rung und Re­na­tu­rie­rung des Ge­län­des be­reits auf Gleis ge­setzt. Auch die Fi­nan­zie­rung ist zu drei Vier­teln ge­si­chert – für das feh­len­de Vier­tel baut der Ver­ein auf die Rü­cken­de­ckung der Bür­ger.

„Un­ser Ver­ein fühlt sich ge­mäß sei­ner Leit­li­ni­en für das Aus­flugs­ziel Lud­wigs­brünn­chen ver­ant­wort­li­ch”, er­klärt VVV-­Vor­sit­zen­der Wal­ter Metz­ger. „Der Vor­stand hat da­her be­schlos­sen, in Ab­stim­mung mit Hes­sen Forst und der Un­te­ren Na­tur­schutz­be­hör­de die Sa­nie­rung und Re­na­tu­rie­rung an­zu­ge­hen – ent­spre­chen­de Auf­trä­ge ha­ben wir be­reits ver­ge­ben.” Eben­falls be­gon­nen ha­ben ers­te Auf­räum­ar­bei­ten. „Ziel ist, dass der be­auf­trag­te Gar­ten­bau­be­trieb das Pro­jekt im Lau­fe des Som­mers ab­schlie­ßen kann.” Vie­len Lan­ge­n­ern und Egels­ba­cher ist das Lud­wigs­brünn­chen ge­läu­fig, so man­chem frei­lich nicht. Ein klei­ner his­to­ri­scher Rück­blick: Den 7. Ok­to­ber 1959 hat – so die Auf­zeich­nun­gen – Joa­chim Lüt­ke­mann, der lang­jäh­ri­ge Lei­ter des Forst­amts Lan­gen, sein Leb­tag lang nicht ver­ges­sen. „Öst­lich des obers­ten Egels­woogs ent­deck­te ich bei Ent­schlam­mungs­ar­bei­ten, die die Ge­mein­de Egels­bach durch­füh­ren ließ, das Lud­wigs­brünn­chen – rings­um dicht mit Bäu­men und Sträu­chern zu­ge­wach­sen”, er­in­nert er sich in den zum Lan­ge­ner Stadt­ju­bi­lä­um 1983 ver­öf­fent­lich­ten „Bei­trä­gen zur Stadt­ge­schich­te”.

Was da seit Olims Zei­ten na­he der drei Egels­woog­tei­che in der Ko­ber­stadt vor sich hin sumpf­te, gab Hei­mat­for­schern, Hei­mat­kun­di­gen und Hei­mat­kund­lern Rät­sel auf. Seit wann exis­tier­te die­ser „Lud­wigs­born”? Wie lan­ge lag er im Dorn­rös­chen­schlaf? Die Auf­fas­sun­gen hier­über sind ge­teilt. Die ei­nen fa­vo­ri­sie­ren die The­se von Dr. Karl Pusch, dass Graf Lud­wig II. von Isen­burg-­Bü­din­gen, sei­nes Zei­chens von 1461 bis 1511 Lan­des­herr von Lan­gen, den Brun­nen an­ge­legt ha­be. An­de­re tei­len die Auf­fas­sung des ehe­ma­li­gen Kreis­denk­mal­pfle­gers Klaus Ul­rich, wo­nach das Lud­wigs­brünn­chen auf Lud­wig VIII. in der Zeit zwi­schen 1725 und 1730 zu­rück­ge­he und 1893 um­ge­baut wor­den sei.

Wie auch im­mer: Forst­di­rek­tor Lüt­ke­mann ließ die Quell­fas­sung frei­le­gen, so­dass das Was­ser wie­der sicht­bar spru­del­te. Auch der VVV und die Stadt Lan­gen wur­den bei der „Wie­der­be­le­bun­g” ak­tiv. Sie kon­zi­pier­ten und rea­li­sier­ten un­ter Fe­der­füh­rung der Forst­ver­wal­tung ei­ne Brun­nen­an­la­ge, die im Mai 1974 in Be­trieb ging. Da­zu wur­de ei­ne Schutz­hüt­te ge­baut und nach Hein­rich Heim, dem Eh­ren­vor­sit­zen­den des Lan­ge­ner Oden­wald­klubs, be­nannt.

Fi­nan­zi­el­le Hil­fe für das Sa­nie­rungs­pro­jekt Lud­wigs­brünn­chen er­hält der Ver­kehrs- und Ver­schö­ne­rungs­ver­ein be­reits von der Bür­ger­hil­fe Lan­gen, dem Kreis Of­fen­bach so­wie ei­nem Lan­ge­ner Ehe­paar, das nicht ge­nannt wer­den möch­te. „Laut der ein­ge­hol­ten An­ge­bo­te meh­re­rer Fir­men liegt der Fi­nan­zie­rungs­be­darf bei et­wa 12 000 Eu­ro”, so Metz­ger. Dar­in sei je­doch die Mö­blie­rung (Sitz­bän­ke und Ti­sche aus Holz) noch nicht ent­hal­ten. Die­se er­for­dert wei­te­re fi­nan­zi­el­le Un­ter­stüt­zung in Hö­he von et­wa 3 000 Eu­ro – der VVV hofft auf Spen­den der Bür­ger; mehr da­zu im In­fo­kas­ten un­ten.

Holz­bän­ke und -­ti­sche: Spon­so­ren will­kom­men!

Um das Are­al des Lud­wigs­brünn­chens nach der Sa­nie­rung auch noch mit Bän­ken und Ti­schen aus­zu­stat­ten, freut sich der VVV über wei­te­re fi­nan­zi­el­le Un­ter­stüt­zung. Spen­den kön­nen auf fol­gen­de Kon­ten ein­ge­zahlt wer­den: DE 39 50592200 0000054020 bei der Volks­bank Drei­eich be­zie­hungs­wei­se DE 33 50652124 0026000281 bei der Spar­kas­se Lan­gen-­Se­li­gen­stadt – selbst­ver­ständ­lich wer­den Spen­den­quit­tun­gen aus­ge­stellt. „Der VVV wür­de sich sehr freu­en, wenn mög­lichst vie­le Bür­ger das Pro­jekt un­ter­stüt­zen, da­mit die­ses be­lieb­te Aus­flugs- und Wan­der­ziel er­hal­ten bleib­t”, ap­pel­liert Metz­ger.

Von Holger Borchard
Donnerstag, 09. April 2020, Langener-Zeitung, Langen/Egelsbach

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info@vvv-langen.de





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