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Pressemitteilungen > VVV in Wald und Feld

02.06.2010

Engagement endet nicht an Stadtmauern –
Jüngstes Beispiel: Koberstädter Falltorhaus

Mit den Aktionen „Langen räumt auf” und „Langen blüht auf” setzt der Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) Langen alljährlich besondere Akzente zur Verschönerung der Stadt. Das Engagement des Vereins endet aber nicht an den Stadtmauern, sondern findet Niederschlag auch in Wald und Feld.

Jüngstes Beispiel: Im vorigen Jahr hatte der VVV angeregt, am Standort des 1868 erbauten und in 2007 abgerissenen „Koberstädter Falltorhauses” eine kleine Erinnerungsstätte für das ehemalige, mitten im tiefen Wald am Dammweg (unweit des Weißen Tempels) gelegene Forsthaus zu schaffen. Die Anregung fiel beim Forstamt Langen und dessen Leiter Kurt Schäfer auf fruchtbaren Boden. Er hat inzwischen einen Rast- und Ruheplatz mit Sitzecke am alten Brunnen herrichten und die vom VVV gespendete Info- und Hinweistafel aufstellen lassen. Die Einweihung und Übergabe erfolgt am Fronleichnamstag, 3. Juni, 15 Uhr.

Auf der Hinweistafel finden sich Zahlen-Daten-Fakten über die Geschichte und Bewohner des alten Forsthauses, das über Jahrzehnte als Revier­för­ster­dienst­ge­höft Offenthal firmierte. Und über Jahrzehnte war das Anwesen auch ein beliebtes Ausflugsziel. Denn: Von 1905 bis 1950 wohnte im Falltorhaus der Hausmeister Philipp Siegel, von 1950 bis 1981 der Re­vier­ouml;­ Josef Loidol – und beide betrieben einen nicht nur bei Lang­en­ern, Egelsbachern und Offenthalern beliebten Freiluft-Ausschank unter den alten Eichen vis ŗ vis der Wohn- und Diensträume. Über Generationen hieß es „Mer gehín zum Siegel”, was im Klartext hieß: einen Ebbelwoi petze, einen Handkäs essen und den Gesangvereinen lauschen, die sich dort regelmäßig einfanden und spontane Open-Air-Konzerte gaben. Regelrechte Hoch­kon­junk­tur und nachgerade Kultstatus hatte der „Siegel” vor allem während der 1960er und 1970er Jahre – auch und gerade bei der Jugend.

Die Erinnerungsarbeit, die der VVV jetzt am Falltorhaus-Gelände leistet, reiht sich ein in die Aktivitäten, die der Verkehrs- und Ver­schö­ner­ungs­ver­ein seit Jahr und Tag in der Koberstadt entfaltet. „Wir haben das immer in enger und guter Abstimmung und in prima Zu­sam­men­ar­beit mit dem Forstamt Langen getan”, betont VVV-Vorsitzender Walter Metzger.

So ist der Weiße Tempel 1969/70 auf Kosten des Vereins neu gedeckt und 1996 eine Grund- und Dachsanierung für 60.000 Mark vorgenommen wor­den, für die der VVV Spenden sammelte und die er – zusammen mit Forst, Stadt Langen, Gemeinde Egelsbach – finanzierte. Der VVV beteiligte sich auch mit Programmbeiträgen und Bewirtung an den seit 1971 stattfindenden populären „Waldfesten am Weißen Tempel”. Und er war mit von der Partie, als 2007 Ruhebänke rund um den Tempel aufgestellt worden sind.

Letzteres hat Tradition. Bereits Anfang der 1970er Jahre hatte der VVV eine große, sehr erfolgreiche Spendenaktion in Sachen Ruhebänke gestartet. Bilanz: Für 30.000 Mark sind in der gesamten Langener Wald- und Feld­ge­mar­kung rund 150 dieser Rast- und Sitzmöbel angeschafft, platziert und befestigt worden – einige Dutzend davon in den Koberstädter Revieren. Der VVV hat immer noch ein Auge drauf. Willi Jakobi, unter anderem Bank-Beauftragter im VVV-Vorstand: „Da sind einige mittlerweile sehr stark reparaturbedürftig. Das wird dann eine unserer nächsten Aktionen in der Koberstadt.”

Wobei Jakobi und seine Mitstreiter sich bei dieser Generalinspektion na­türlich auch die Ruhebänke am Ludwigsbrünnchen anschauen werden. Die dortige Schutzhütte war 1974 vom Forst hochgezogen worden – und der VVV half mit Geld und Säuberungsaktionen, die Anlage in Schuss zu halten. Ähnliches gilt für die Koberstädter Hütte an der Kreuzung Linden-Schneise/Dammweg, die 1968 auf Initiative und Veranlassung des VVV geplant und 1970 der Öffentlichkeit übergeben wurde. Etliche Langener Bürger, Vereine, Institutionen hatten ihr Scherflein zur Finanzierung bei­ge­tra­gen, der Verein sich 1996 und 2005 um die fälligen Dachsanierungen ge­küm­mert.

Nicht mehr kümmern muss sich der Verkehrs- und Verschönerungsverein um ein von ihm vor nunmehr einem halben Jahrhundert initiiertes Groß­pro­jekt im Langener Grün: die Ausweisung und Gestaltung des Nah­er­hol­ungs­ge­bie­tes Mühltal. „Das wird jetzt völlig von der Stadt unterhalten”, re­sü­miert Willi Jakobi und weist darauf hin, dass der VVV dort lediglich noch für eine andere Art von Unterhaltung sorgt: „Wir organisieren und veranstalten die Mühltal-Konzerte am 1. Mai.”

Peter Holle (VVV-Beiratsmitglied)
Verkehrs- und Verschönerungsverein 1877 Langen e.V.
info@vvv-langen.de





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